Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Gemeiniglich ſind ſie aus Granit; und eben dieß erhoͤht ihren Werth. Man kang leicht denken, daß es ſchwer geweſen ſeyn muß, dergleichen Granit zu fin⸗ den. Sie machen ein laͤngliches Viereck aus, das in der Geſtalt einer Pyramide bis zu einer gewiſſen Hoͤhe aufſteigt, nachher aber faſt kegelfoͤrmig ſpitzig zulaͤuft, und ganz oben wie eine rechte Pyramide ausſicht. Eine jede ihrer 4 Seiten iſt meiſtens mit hieroglyphiſchen Figuren geziert; die man eines Theiles, ihrer Schöͤn⸗ heit wegen, mit Verwunderung betrachten, aber auch andern Theils dabei bedauern muß, daß man außer Staunde iſt, ſie zu erklaͤren, und nicht einmal die Hoff⸗ nung uͤbrig hat, daß man jemals wieder in den Stand gerathen werde, ſie verſtehen zu koͤnnen.

Nicht alle Obelisken ſind von gleicher Hoͤhe; in Anſehung ihrer Geſtalt aber ſind ſie einander alle gleich. Doch fehlet zuweilen an einigen die Spitze.

Ihrer beſonderen Abſicht ſcheinet man ſie, wie Norden ſchreibt, zur Zierath der Thore an den Tempeln, oder Palaͤſten, oder guch zu einem deſto praͤchtigern Anſehen des außerſten Endes der Saͤulen⸗ gaͤuge gebraucht zu haben.

Außer dem Obelisken der Kleopatra und den andern umgeſtuͤrzten zu Alexandrien, ſieht man ſolche in allen Theilen Aegyptens, und guch Norden ſah unter andern 2 Obelisken noch auf der Inſel Gieſiret⸗ell⸗peiff, einen aus Granit, den au⸗ dern aus weißem Marmor, dann 2 andere zu Lukoreen