328 ſiedler ſahen. Des andern Tages kam ich nach Jebel Moſeh, und wurde dann in das Kloſter wieder hin⸗ auf gezogen.
Am Charfreitage wurden die Reliquien wieder ausgeſtellt; den Samſtag ſtand ich nach Mitternacht auf, um die Kirchengebraͤuche anzuſehen, wie am Oſterſonntage. Bei Anbruche dieſes Tages gingen wir in die erzbiſchoͤflichen Zimmer, wo das ſtreuge Faſten gebrochen wurde; die Moͤnche aben hart geſottene Sier und Kaͤſe; der Kaffee wurde herum gereicht. Sie ſchienen ſich uͤber das Ende ihrer Faſten ſehr zu freuen, waren ganz munter nnd freundlich, ſangen Loblieder in ihren Kammern, und legten ſich nieder. Um 10 Uhr aßen wir ale zuſammen im Refektorium, und tranken dann auf dem Gange Kaffee.
In naturgeſchichtlicher Hinſicht habe ich nichts Merkwuͤrdiges in dieſer Gegend gefunden, als die ver⸗ ſchiedenen Granitformen; Akazienbaͤume und deren Gummi; wenige Voͤgel, weil ſie nicht viel zu freſſen haben; einige Heerden großer Stoͤrche mit ſchwarien Fluͤgeln, wenige Tieger oder Leoparden, Antilo⸗ pen oder wilde Ziegen, Haaſen, Woͤlfe und wilde Mauleſel..
Am Oſter⸗Sonntage Abends verlangten die Vaͤ⸗ ter, ich moͤchte ſie in die große Kirche des Kloſters vom Berge Sinai begleiten. Ich folgte; ſie fingen hier an zu ſingen und zu beten fuͤr meine gluͤckliche Reiſe nach Kairo, was dann in allen Kapellen des


