Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

319

mit ihren Kamelen aufhielten, aber uns doch wuͤrden gepluͤndert haben, wenn wir nicht ſo maͤchtig geweſen waͤren. Wir kamen dann in die Wuͤſte Schur oder Schedur, und nach einer Stunde zu einem ganz buſchigen Plaze, wo wir zur Fuͤtterung der Kamele hielten. Vier Schiffe von der Geddiſchen Flotte ankerten in der Naͤhe, und wir lagerten uns gegen das Kaſtel Schedur an den Huͤgeln der Oftſeite.

Am dritten reiſten wir weiter, und nach einer Stunde kamen wir zu dem Bette des Winterſtromes, welcher Ouardan heißt, und etwa ⁄¼4 Meile weſt⸗ lich von der Straſſe liegt. Wenn man daſelbſt ein Loch drei Fuß tief graͤbt, ſo ſchießt das Waſſer, wel⸗ ches vermuthlich aus dem Meere kommt, im Ueber⸗ fluße hinein. Das Waſſer ſcheint ſcharf, aber nicht geſalzen zu ſeyn. In der Umgebung find etliche Palm⸗ baͤume. Die Araber machten ein ſeichtes Loch in die Erde, legten ein rundes Stuͤck Leder hinein, und nach⸗ dem das Waſſer aus dem tiefen Loche vermittelſt eines Gefaͤßes heraus gezogen war, goſſen ſie daſſelbe in die⸗ ſes Leder zum Traͤnken ihrer Kamele. Nach zwei Stun⸗ den kamen wir auf eine ſandige Ebene, und nach an⸗ deren 3 Stunden an einen Huͤgel, welcher ganz aus Talk beſtand. Da die weitere Gegend voll Gebuͤſche und Tamarinden iſt, ſo blieben wir die ganze Nacht, fanden aber kein Waſſer. Waͤhrend des Tages war es kuͤhl und windig; gegen Abend erhob der Wind