Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Girge an der oͤſtlichen Seite unter dem Felfen. Die Kopten aus Girge beſuchen die daſige Kirche, weil ſie dort keine errichten duͤrfen. Zwei Meilen weiter gegen Weſt kamen wir nach Girge, der Hauptſtadt von Ober⸗Aegypten. Sie liegt nicht 1/4 Meile von dem Fluſſe, hat 2 Meilen im Umkreiſe, iſt ſchoͤn ge⸗ baut, und meiſtens aus gebrannten Ziegelſteinen. Der Statthalter, einer der Beys, wohnt hier, und bleibt 3— 4 Jahre, je nachdem es dem Divan von Kairo, oder dem daſigen Volke beliebt. Ich begab mich in das Kloſter der Franziskaner⸗Miſſionaͤre, wel⸗ che ſich fuͤr Aerzte ausgeben, aber eine geheime Kirche, und gegen 150 Bekehrte haben. Sie ſind oft in großer Gefahr, denn die Soldaten ſind ſehr grob, weil im⸗ mer die unruhigſten Janitſcharen hieher von Kairo geſendet werden. Deßwegen mußten die Miſſionaͤre ſchon einige Male die Flucht ergreifen, und ihr Haus wurde gepluͤndert. Ich ging mit einem Moͤnche zu dem Kaimakan der Stadt, welcher in Abweſenheit der Bey das Oberkommando hat. Der Moͤnch mußte blei⸗ ben, weil der große Herr die Waſſerſucht hatte. Ich zeigte ihm den Brief des Osman Bey an den Sau⸗ giak von Girge, und beſchenkte ihn mit zwei Buͤch⸗ ſen franzoͤſtſcher Prunellen; er gab mir Briefe nach Aſſuan bei den Waſſerfaͤllen. Ich ging hierauf zum Aga der Janitſcharen, welcher nach der Gewohnheit unter dem Thore ſeines Hauſes ſaß. Er nahm uns mit vieler Hoͤflichkeit auf, und war ein Patient des