274 Moͤnches. Derſelbe verſah mich gleichfalls mit Brie⸗
fen, und ich machte ihm das naͤmliche Geſchenk der
Prunellen. Wir beſuchten einen Tuͤrken, welcher uͤber die Janitſcharen des Schloſſes zu Aſſuan zu befeh⸗ len haben ſollte. Ich gab ihm einen Brief des Fuͤr⸗ ſten von Ackmim, und zu den Geſchenken, welche ich den anderen gegeben hatte, fuͤgte ich noch einen großen Korb Reis. Er empfing uns jedoch nicht ſehr hoͤflich, und aͤußerte ſeine Verwunderung, daß die Franken ſich nach den Waſſerfaͤllen umſehen wollten. Er fragte mich daun, ob ich nicht eine Sackuhr zu verkaufen haͤtte? Dadurch gab er zu verſtehen, wel⸗ ches Geſchenk er wuͤnſche. Sobald er jedoch ſah, was ich mitgebracht hatte, gab er ſogleich Befehl zu einem Briefe fuͤr mich, welcher nach ſeiner Aeußerung fuͤr den Bezirk der drei Kaſtelle ſchuͤtzen wuͤrde, d. i. fuͤr den ganzen Umfang der tuͤrkiſchen Herrſchaft.
Ich ging etwa 3 Meilen gegen Abend zu dem Oorfe El Berbi, d. i. der Tempel. Es iſt zum Theil auf einem unebenen erhabenen Grunde gebaut, welcher ein Stuͤck einer alten Stadt geweſen zu ſeyn ſcheint. Vielleicht war hier das alte Abydus, die zweite Stadt in Thebais. Man geht von dieſem Orte nach dem obern oder großen Oaſis 71 Tage lang; der Weg iſt ſo ſandig, daß man kaum durch⸗ kommen kann. Der Ort ſelbſt hat Waſſer und Wein im Ueberfluſſe; vielleicht iſt er das Elovah. In den Verfolgungszeiten wurden die Chriſten oft dahin ver⸗


