Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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uns wohl ſeyn ließen. Bei unſerer Abreiſe bat er uns, ruͤckwaͤrts wieder zu kommen, oder des anderen Tages mit ihm zu ſpeiſen. Als wir aus der Stadt gingen, ſahen wir ein junges Frauenzimmer ohne Schleier, mit kupfernen Zierrathen am Halſe, zur Seite des Weges ſitzen. Wir kamen bei verſchiedenen Suͤmpfen vorbei, welche aus den Ergießungen des Niles ent⸗ ſtanden waren, und ich habe nie ſo viele wilde Voͤgel beiſammen geſehen, als in dieſer Umgebung. Wir kamen an das Kloſter Embeshnuda am Rande der ſandigen Wuͤſte. Daſelbſt ſind noch verſchiedene Stuͤcke von alten Pfeilern und rothen Granitſteinen in und um die Kloͤſter; vielleicht war daſelbſt die Krokodil⸗ ſtadt, deren Ptolomaͤus erwaͤhnt. Das Kloſter iſt nach griechiſchem Geſchmacke aus Quadern gebaut, und in beiden Kirchen ſind Spuren großer Pracht. Da ich ein Bildhauerſtuͤck mit einem Adler, und vor demſelben ein Kreuz, wie auch einen anderen Adler auf einer Krone fand, ſo vermuthete ich, die Kaiſerin Helene habe das Kloſter geſtiftet. Die Kirchen bei⸗ der Kloͤſter ſind nach einem Muſter gebaut, mit Pfei⸗ lern nach korinthiſcher Ordnung; deren einige Kreuze, ſtatt der Roſe, auf dem Kapital haben. An einer je⸗ den Kirche muß auf der Suͤdſeite noch ein Gebaͤude angehaͤngt geweſen ſeyn. Die Kirche iſt mit rothem Granit gepflaſtert, und auf mancher Seite zeigen ſich noch Spuren von hieroglyphiſchen Geſtalten. Die