Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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260 Provinz iſt. Hoͤher herauf kamen wir nach der klei⸗ nen Stadt Suadi gegen Oſt.

Wir gelangten zur verwuͤſteten Stadt Antinvo⸗ polis, jetzt Enſineh, welche 34 Meilen im Um⸗ kreife haben ſoll. Ich ſah einen großen Pfeiler mit einem korynthiſchen Kapital, woruͤber ein viereckiger Stein zur Aufſtellung einer Bildſaͤule lag; auch ein vortrefflich gearbeitetes Thor korinthiſcher Ordnung zu ſehen war. Ohnweit dieſes Ortes iſt ein Dorf mit Chriſten, deren groͤßte Sicherheit aus dem Wahne der Tuͤrken kommt, daß keiner daſelbſt wohnen koͤnne. Hoͤ⸗ ber hinauf iſt das Kloſter St. Johannes, Des⸗ Abu⸗Ennis, mit verſchiedenen Prieſtern; etwas weiter Melui faſt eine Meile gegen Weſt des Fluſ⸗ ſes, welche Stadt etwa eine Meile im Umfange und ziemlich gut gebaute Haͤuſer hat. Sie liegt am Ende von 9 Doͤrfern, welche zuſammen eine kleine Herr⸗ ſchaft bilden, und nach Mekka gehoͤren. Daher hat der Emir⸗Hadge, welcher gewoͤhnlich einer der groͤß⸗ ten Beys iſt, und die Karavanen uach Mekka fuͤhren muß, die Herrſchaft ausuͤbt, und einen Sardar dahin ſchickt, zu regieren, welcher eben ſoviel Aufwand macht, als die Kaſchifs und andere Befehlshaber. Gewoͤhn⸗ lich trifft dieſe eintraͤgliche und ehrenvolle Stelle einen der vornehmſten ſeiner Seclaven. Dieſer Ort verſieht Mekka jaͤhrlich mit 390,000 Saͤcken Korn, welches uͤber Kairo, Suez und das rothe Meer dahin ge⸗ fuͤhrt wird. Die Chriſten haben keine Kirche daſelbſt,