261
ſondern muͤſſen ſich nach dem gegenuͤber ſtehenden Klo⸗ ſter begeben.
Ohngefaͤhr 3 Meilen nordwaͤrts von Melui iſt die Stadt Archemunain mit einer großen Ebene. Dieſe liegt an zerfallenen Haͤuſern der alten Stadt Hermopolis, oder der Stadt des Merkurs. Sie ſcheint unfoͤrmlich eine Meile von Oſt nach Weſt, und uͤber 1½ Meile von Nord nach Suͤd ſich gezogen zu haben, und iſt 2 Meilen vom Fluſſe entfernt. Mau ſieht noch ein großes Tempel⸗Portiko von 12 Pfeilern⸗ deren s in einer Reihe ſind, und 9 Fuß im Durch⸗ meſſer euthalten. Sowohl an den Pfeilern, als auf den uͤber ſie liegenden Steinen ſtehen hieroglyphiſche Figu⸗ ren; einige Ueberbleibſel von Malerei ſind auch zu ſe⸗ hen, wie die Decken mit Sternen geziert. Eine ſitzende Verſon, welcher eine andere opfert, iſt an verſchiedenen Orten eingehauen.
Im weiteren Fortſchreiten bemerkte ich am gan⸗ zen Wege von Sudai nach Manfaluth eine große Meuge Grotten in den Bergen; auch viele zerfallene Gebaͤude aus ungebrannten Steinen, und ein in Fel⸗ ſen gehauenes Kloſter, deren Kirche ein Prieſter aus Manfaluth verſieht. Dieſe ziemlich gut gebaute Stadt liegt eine Meile vom Fluſſe, und hat mehr als eine Meile im Umkreiſe. Ein dieſe Provinz regierender Kaſchif wohnt daſelbſt, und ein Biſchof mit 200 Chriſten, deren Kirche in einiger Entfernung zu Nar⸗


