Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Die Kruͤmmungen, die der Bosvorus macht, ſind durch die Gewalt ſeiner Stroͤmung oder durch den Aufenthalt derſelben bedingt. Meiſt ſind ſie an beiden Geſtaden einander parallel, je nachdem die Vorgebirge auf den beiden Seiten eben den Lauf hemmen oder foͤrdern. Dadurch aber iſt der Bos⸗ porus eben ſo hafenreich und fuͤr die Schifffahrt ſo bequem. Von Anfang bis dahin, wo er aufhoͤrt, macht er ſieben Biegungen. Zuerſt wendet er ſeinen Lauf nach Europa gegen den Felſen Dikaͤa. Dann ſtroͤmt er gegen Aſien hin nach Glarion. Die dritte Biegung macht er gegen Europa am Vorgebirge Her⸗ maion, die vierte gegen Aſien am Vorgebirge Mo⸗ letrino, die fuͤnfte gegen Europa am Vorgebirge Heſtia. Von da wird er, ſonſt iſt ſeine Stroͤmung ruhiger, mit Gewalt gegen Aſien zuruͤckgetrieben bei dem Dorfe Chryſokeramon. Zuletzt ſtroͤmt er gegen das Vorgebirge Damalis, und wird nun zum ſiebenten Male nach dem Geſtade geworfen am Vor⸗ gebirge Bosporion oder bei Byzanz. An der Spitze dieſes Vorgebirges zerſpaltet, fließt die eine Haͤlfte des Bosporus nach dem Propontis, in reißender Stroͤmung; die audere Haͤlfte aber ſtroͤmt matter in den Buſen, Horn genannt. An manchen dieſer genannten Orte iſt die Stroͤmung des Bos⸗ porus ſo, daß ſie Muͤhlen treibt; oft auch die Schiff⸗ fahrt etwas aufhaͤlt. Uebrigens aber iſt ſeine Stroͤ⸗ mung meiſt ruhig und gleich, weil die Geſtade ein⸗