Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Marſeille, Tarent und Venedig. Aus dem

Bosporus werden taͤglich alle byzantiniſchen Maͤrkte

zum Ueberfluſſe gefuͤllt, beſonders auch mit Auſtern,

und noch gibt derſelbe eine reichliche Ausfuhr in

fremde Laͤnder. Deßwegen heißt der Bosporus mit

Recht wohl ein Goldgewaͤſſer. Zu dem iſt das Klima

des Bosporus nicht unfreundlich, wie es aus der

Ferne her erſcheint, und neblig, vielmehr recht heiter.

Denn ſeine Geſtade haben alles Angenehme der ſchoͤn⸗ ſten Meeresufer und der Geſtade der beruͤhmteſten

Fluͤſſe der Welt. Auf beiden Seiten des Bosporus

erheben ſich maͤßige Anhoͤhen mit waldreichen Thaͤlern.

Rebenſtoͤcke, Suͤdfruchtbaͤume, Blumen und Kraͤuter

ſtehen da in herrlicher Vermiſchung. Und von dieſen

Huͤgeln herab rinnen dieſſeits und jenſeits an dreißig

klare Quellenbaͤche. Dieß und die vielen Buſen, wel⸗

che der Bosporus bildet, machen die Gegend um

denſelben nicht bloß zu einer der wohnlichſten, ſon⸗

dern auch zu einer der ſchoͤnſten. Sonach aber darf man eben ſich nicht wundern, daß Jaſon ſchon dieſe Geſtade fuͤr einen Goͤtter⸗Aufenthalt erklaͤrte, und

zu den ſchon vorhandenen Tempeln und Aitaͤren noch

andere gruͤndete. Mit Recht opferte er damals dem

Apollo, der Here, der Aphrodite, der Pallas,

dem Zeus, dem Poſeidon, dem Baechus, der

Demeter und der Artemis hier; denn alle dieſe

Goͤtter haben ihrer Gaben Fuͤlle uͤber die Geſtade des

Bosporus ausgeſchuͤttet⸗