Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Das groͤßte und wahrhaft majeſtaͤtiſche Thor iſt aber

53 Saͤulen, von denen immer 2 beiſammen ſtehen. Zwi⸗

ſchen dieſen ſind wieder 6 dun ere gruͤne Joniſche

Saͤulen.

Ueber die Eingaͤnge und Thore des Tempels iſt zu bemerken: das weſtliche Thor hat ſtatt eines ge⸗ woͤhnlichen Einganges zwei bedeckte Gaͤnge; einen untern, durch welchen man zur ebenen Erde den Tempel betritt, und einen oberen, welcher zu jenen den Frauen beſtimmten Plaͤtzen fuͤhret; beide ſind ſo lang, als der Tempel breit iſt, und ſelbſt 28 Fuß breit. Von der oͤſtlichen Seite des untern Ganges fuͤhren 9 Thore zu der Kirche, und von der weſtli⸗ chen Seite geht man durch s eherne Thore von dem untern inneren Gange in den aͤußern. Denn der un⸗ tere Gang iſt doppelt, und der innere gewaͤhrt durch den ihn verzierenden verſchiedenartigen Marmor, und durch vergoldete Glas⸗Steinchen, die in ihm ange⸗ bracht ſind, einen glaͤnzenden Anblick. Von dem aͤuſ⸗ ſeren Gange kommt man auf einen freien Platz mit herrlichen Spring⸗Quellen verſehen, von welchem man uͤber viele Stufen weiter abwaͤrts ſteiget. In beide Gaͤnge fuͤhren auch noͤrdlich und ſuͤdlich Zugaͤnge mit s ehemals eiſernen Thoren von ſehr kunſtvoller Arbeit, von denen jetzt nur noch 3 uͤbrig ſind. Oeſt⸗ lich hat die Sophien⸗Kirche noch 2 doppelte Thore, auſſer denen noch, die gewoͤhnlich verſchloſſen bleiben.