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III. Beſchreibung der jetzigen Geſtalt der Sophien⸗Kirche.
Der Eintritt in die Sophien⸗Kirche iſt uͤberra⸗ ſchend und hoͤchſt eindrucksvoll. Hohe Pracht und blendender Glanz leuchten dem ſtaunenden Auge ent⸗ gegen. Das Innere der Waͤnde mit koſtbarem und verſchiedenfarbigem Marmor uͤberzogen, verbreitet in Verbindung mit kleinen gewuͤrfelten, mit Gold uͤber⸗ zogenen Glasſteinchen, mit welchen die Waͤnde eben⸗ falls verziert ſind, wie in der Markus⸗Kirche von Venedig*), einen wunderſchoͤnen Schimmer, und ſelbſt Barbaren beſtaunen die kuͤnſtliche Arbeit.
Das ganze ungeheuere Gewoͤlbe der Kirche wird von s großen Pfeilern getragen. Die 4 groͤßeren und hoͤheren derſelben tragen, im Gevierte ſtehend, vier große Schwibboͤgen, welche die gewoͤlbte Decke eine Halbkugel bildend, ſtuͤtzen. Der noͤrdliche und ſuͤd⸗ liche dieſer Schwibboͤgen werden mittelſt einer doppel⸗ ten Reihe von Saͤulen getragen, dagegen der oͤſtliche und weſtliche haben und beduͤrfen keine Saͤulen, wo⸗ durch die Kirche um ſo geraͤumiger wird. Die oben bemerkten 4 Pfeiler unterſtuͤtzen nicht nur die a großen Schwibboͤgen, ſondern jeder einzelne von ihnen traͤgt auch zwei kleinere Pfeiler, von denen einer nach der 3
*) Siehe Jaͤck's Beſch. 1 mar. 1823. 8. ſchreibung von Venedig. Wei⸗


