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gemaͤß, nennt auch der Geſchichtſchreiber Herodian Byzanz zur Zeit Sever's die groͤßte aller Thra⸗ ziſchen Staͤdte.
III. Erbauung von Konſtantinopel und ihre Größe.
Konſtantin der Grohe gieng damift um, eine Stadt zu bauen, welche ſeinen Namen tragen ſollte. Lauge ſchwankte ſein Entſchluß, in welcher Gegend er die Konſtantins⸗Stadt erſtehen laſſen wollte, bis er endlich durch einen Zufall zu dem Entſchluſſe bewogen wurde, daß aus Byzanz Konſtantino⸗ pel werden ſollte. Adler ſollen naͤmlich an dem Orte, wo er vorher Konſtantinopel erbauen wollte, von Zeit zu Zeit den Bauleuten Steiuchen geraubt, und nach Byzanz getragen haben. Es war im 362ten Jahre von der Allein⸗Herrſchaft des Auguſt's an, als Konſtantin der Große Byzanz zur Welt⸗ Gebieterin erhob. Das alte ehrwuͤrdige Rom ge⸗ nuͤgte dem ſtolzen Herrſcher nicht mehr, und ein neues Rom Kounſtantin's erhob ſich. Furchtbare Mauern umzingelten es; herrliche Palaͤſte wuch⸗ ſen empor fuͤr das erlauchte Korps der Senatoren, welche er aus Rom mit ſich gebracht hatte, und in der neuen Kaiſerſtadt eben ſo geehrt wiſſen wollte, wie iu Rom. Hobe Tempel, Waſſerkuͤnſte, Saͤulengaͤnge,


