Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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er die Indier ſehr ſchoͤne Perlen fiſchen. Durch ſehr guͤnſtigen Wind war er am 19. Aug. ſchon der Inſel Beata, aus Unvorſichtigkeit ſeiner Steuermaͤnner, auf 25 Meilen jenſeits San⸗Domingo genahert. So gerecht ſeine Unzufriedenheit uͤber dieſes Verſehen ſeiner Leute war; ſo ſah er doch auch die hinlaͤngli⸗ che Entſchuldigung durch die noch unbekannten Sand⸗ baͤnke ſowohl, als durch die Stroͤme gegen Weſt ein, wodurch die Schiffe ſehr weit von ihrer guten Bahn abgeleitet wurden. Als er in einer Entfernung von zwei Meilen zwiſchen Beata und Hiſpaniola ſegelte, ließ er einige Barken, zur Befoͤrderung eines Schreibens durch einige Indier an ſeinen Bruder Bartholoma landen. Da er in den Haͤnden der Indier ſpauiſche Flinten ſah, ſo wurde er aͤngſtig durch die Erinnerung an das fruͤhere Ungluͤck der er⸗ ſten Pflanzſtadt. Doch gluͤcklicher Weiſe hatte der Adelantade drei Schiffe ſchon unterhalb San⸗ Domingo geſehen, und deßwegen ſogleich ein Schiff entgegen geſendet.

Am 22. Aug.(nach Spotorno 30.) zog der Admi⸗ ral unter großem Freudengeſchrei und vielen Ehren⸗ bezeigungen in San⸗Domingo ein; doch ſeine Freude wurde bald durch die traurigen Nachrichten von der langwierigen Noth und innerlichen Uneinig⸗ keit ſowohl, als von dem Tode des groͤßten Theiles ſeiner zuruͤck gelaſſenen Mannſchaft, von dem ſchreck⸗

lichſten Zuſtande 4150 ſyphilitiſcher Kranken, und