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von der noch nicht erfolgten Ankunft der drei Schiffe, welche er voraus geſchickt hatte, ſehr verbittert. Die Stroͤme naͤmlich, deren Gewalt den Steuermaͤnnern noch nicht bekannt war, hatten die Schiffe uͤber 170 Meilen weit vor dem Hafen von San⸗Domingo voruͤber gefuͤhrt. Da ſie den Weg nicht zuruͤck neh⸗ men konnten, ſo befanden ſie ſich an der Kuͤſte von Paragua, nicht weit von dem Aufenthaltsorte der Rotte Roldan's. Bei der Landung erſchracken die Empoͤrer uͤber die Ankunft der Schiffe, in der Mei⸗ nung, dieſe haͤtten feindliche Abſichten gegen ſie; ſo⸗ bald ſie von dem wahren Zwecke derſelben unter⸗ richtet waren, kamen ſie an Bord, ohne von ihrem Aufſtande das Geringſte zu erwaͤhnen. Zwar erkun⸗ digten ſie ſich nach dem Admirale, erquickten ſich mit den aus Spanien geſendeten Lebensmitteln, und ga⸗ ben den drei Schiffshauptleuten vor, es ſei hoͤchſt be⸗ ſchwerlich, gegen den Wind und die von Weſten trei⸗ benden Stroͤme auf San⸗Domingo zu ſegeln; deßwegen ſei nichts raͤthlicher, als einen Theil der Kranken und Handwerksleute zu Land dahin iu ſchicken.
Der ganz argloſe Hauptmann, Joh. Anton Kolomb, wurde daher von ſeinen beiden Kollegen erſucht, die 40 an das Land geſetzten Leute anzufuͤh⸗ ren. Aber kaum waren ſie ausgeſtiegen, ſo machte Roldan eine ſo ſchreckliche Beſchreibung von der Laͤnge und den Beſchwerden des Weges, ſtellte die
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