der Indier ließ er einige Kanonen abfeuern, uͤber de⸗
ren Knall ſie ſo ſehr erſchracken, daß die Ruder ihren
Haͤnden entſtelen. Aus ihrem eifrigen Geſpraͤche ſchloß man auf ihren Streit uͤber die Fremden. Man zeigte ihnen verſchiedene europaͤiſche Taͤndeleien, wodurch ſie angelockt werden ſollten. Da ſie noch immer be⸗ ſtuͤrzt blieben, ſo ließ der Admiral einige Juͤnglinge unter dem Schalle von Trompeten und Pfeifen tan⸗ zen. Allein die Indier hielten dieſen Laͤrm fuͤr eine Aufforderung zum Kampfe, bedeckten ſich mit Schil⸗ den, und ſchoßen ſehr viele Pfeile ab. Erſt nachdem man zu ihrer wiederholten Einſchuͤchterung einige Schuͤſſe gemacht hatte, legten ſie die Waffen nieder, und naͤherten ſich dem hintern Theile der Flotte. Der Steuermann ſtieg in ihren Nachen hinab, und machte ihnen einige Geſchenke; ſie luden ihn zwar zur Begleitung an das Land ein, allein waͤhrend er dazu ſich Erlaubniß erbat, ruderten ſie eilig hinweg.
Keine Erſcheinung ſetzte den Admiral in groͤßere Verwunderung, als die große Kaͤlte an dieſer Kuͤſte, welche er in den Hundstagen bis 10 Grade von der Linie beobachtete. Auch bemerkte er einen ſehr reißen⸗ den Lauf der Stroͤme gegen Weſt, und daß die Ebbe und Fluth einen Raum von 60 Schritten mehr brauch⸗ te, als zu St. Lukar de Barameda. Da er im Meerbuſen Vallena weit und breit nichts als Waſ⸗ ſer vor ſich ſah, ſo hielt er einige vor ihm befindliche Landſpitzen fuͤr kleine Inſeln, ungeachtet ſie zum fe⸗ 6tes B. Indien I. 2. 7


