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jeſtaͤten ſelbſt ſo verſtiumt, daß ſie oͤffentlich ſagten: die Empoͤrung der 300 Indier ſei nur Folge zu großer Haͤrte geweſen. Dadurch wurde der Admiral gen ö⸗ thigt, ſeinen Bruder zu tadeln, und einſtweilen, bis
wieder Geld augewieſen wuͤrde, die fruͤher erwaͤhnten beiden Schiffe unter Pedro Fernandez von Ko⸗ ronel au zuruͤſteu. Gluͤcklicher Weiſe wurde gleich⸗ zeitig der Dechant von Sevilla, Joh. Rodri⸗ guez von Fonſeka, welchem Erzfeinde Ko⸗ lomb's bisher die Sorge fuͤr die Aus Bruͤſtung der Schiffe anvertraut war, zum Biſchofe von Bada⸗ joz befoͤrdert, und deſſen Amt dem Anton von Torres, welcher die Flotte der zweiten Fahrt nach Spanien zuruͤck gebracht hatte, uͤbertragen. Dieſe Veraͤnderuug war den Anſtalten einige Zeit guͤnſtig, welche neue Hinderniſſe fanden, als der Tod des Koͤ⸗ nigs Johann von Portugal und des Kronprinzen von Spanien eintrat. Da Torres zugleich einige dem Hofe mißfaͤllige Vorſchlaͤge gemacht hatte, ſo wurde der Biſchof von Fonſeka zu Badajoz zum Gutachten aufgefordert, welcher aus alter Mifgunſt die ganze indiſche Unternehmung zu vereiteln ſuchte. Doch hatte Kolomb ſich noch immer in der Gunſt
der Koͤnigin erhalten, welche endlich dringende Be⸗
fehle ertheilte, daß die Flotte in ſegelfertigen Stand geſetzt werden ſollte.
So konnte alſo der Admiral am 30. Mai 1498 mit 6 Schiffen abſegeln, und 1. Juni nach Porto⸗Santo


