Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

176

einander entfernt, bald ſandig, bald mit Baͤumen be⸗ ſetzt, und immer hoͤher und gruͤner waren, je naͤher er an Cuba gelangte. Da die Zahl derſelben immer zunahm, verlor er die Hoffnung und Geduld, ſie alle zu zaͤhlen, und legte ihnen den allgemeinen Namen Garten der Koͤnigin bei. Man beobachtete aller⸗ lei, und zwar groͤßtentheils rothe Voͤgel, welche ſich vom Meere naͤhren; man fing Fiſche von der Groͤße der Haͤringe mit ſehr bittern Eingeweiden, welche man Reves nannte. Werden dieſe Kaulbaͤrſche bei den Schwaͤnzen angebunden, wieder in das Waſſer geworfen, und an langen Schnuͤren gehalten, ſo naͤ⸗ hern ſie ſich andern Fiſchen, und beſonders Schild⸗ kroͤten, und haͤngen ſich durch ihre klebriche Haut an deren Unterſchale ſo feſt, daß man beide zugleich her⸗ aus ziehen kann, wie die Indier dem Admirale be⸗ wieſen. Die Luft war ſo wohlriechend, als waͤre ſie mit Roſen und andern dergleichen Pflanzen ge⸗ ſchwaͤngert.

Ungeachtet ſeiner fortdauernden Unpaͤßlichkeit aus Mangel an Schlaf, deſſen er ſich wegen der Gefahr, bei den taͤglichen Gewittern und naͤchtlichen Nebeln auf eine Sandbank zu laufen, oder an der Kuͤſte zu ſcheitern, enthalten mußte, ſegelte er doch gegen Weſt zwiſchen den Inſeln fort. Am 22. Mai landete er auf einer etwas groͤßern Inſel, welche er St. Mar⸗ tha bezeichnete. Hier fand er ein Dorf, deſſen Ein⸗ wohner wegliefen, viele Fiſche, ſtumme Hunde, eine