175 der trennt, und von einer Endſpitze zur andern gegen 18 Meilen betraͤgt. Er kam in eine geraͤumige Bai, welche er wegen ihres Umfanges und tiefen Waſſers Puerto Grande nannte. Am 1. Mai verließ er dieſen Hafen, und fuhr vor mehren andern voruͤber, welche er wegen ihrer Schoͤnheit bewunderte.
Am 3. Mai kam er an der Suͤd⸗Suͤd⸗Oſt⸗Kuͤſte nach der Inſel Jamaika, wo er nach den Berichten der Indier viel Gold zu finden hoffte. Sie ſchien ihm ſchon bei der erſten Annaͤherung die ſchoͤuſte die⸗ ſes Meeres, und nach den vielen Nachen auch die be⸗ voͤlkertſte. Als er ſeine Barken den 6. Mai zur Erfor⸗ ſchung des Grundes am Ufer abſchickte, ſammelten ſich ſogleich viele Indier, und verweigerten den Zu⸗ gang. Der naͤmliche Widerſtand wurde auch im naͤch⸗ ſten Hafen Puerto Bono geleiſtet. Als er aber ſeine Armbruſtſchuͤtzen auf die Indier feuern ließ, und 5— 6 zu Boden ſuuͤrzten, zogen ſie ſich zuruͤck. Da⸗ durch wurde er in den Stand geſetzt, ſein Schiff aus⸗ zubeſſern. Am 14. oder 18. Mai ſegelte er laͤngs der Kuͤſte gegen Weſt, wurde aber durch widrige Winde genoͤthigt, nach Cuba zuruͤck zu kehren, deren na⸗ tuͤrliche Beſchaffenheit er zu unterſuchen beſchloß.
m Vorgebirge dieſer Inſel hatte er einen ſchwe⸗ ren Sturm, in welchem ſeine Leute das heilige Kreuz ſehr oft anriefen, weßwegen er daſſelbe Santa Cruz nannte. Waͤhrend er an der Kuͤſte fort ſegelte, ſah er eine Menge kleiner Inſeln, welche 3— 4 Meilen von


