173
Boyl aab nicht nur dem Admirale mehre Verweiſe, ſondern verſchloß ſogar die Kirche mehrmals. Gegen Letzteres wirkte nichts ſicherer, als die gaͤnzliche Ent⸗ ziehung der Lebensmittel und gleiche Strenge gegen Alle.
Waͤhrend dieſer Ereigniſſe brachte eine Bote aus dem Fort St. Thomas die Nachricht, daß die be⸗ nachbarten Indier ihre Wohnungen verließen, und der Kazik Caunabo Anſtalten treffe, die Spanier zu verjagen. Sogleich ſchickte der Admiral den Haupt⸗ mann Hojeda mit 400 Mann zur Bewachung des. Forts ab, und befahl dem Don de Margarita, das Land zu durchſtreifen, und die Einwohner im Ge⸗ horſame zu erhalten. Dadurch gewann er zu Iſa⸗ bella ein bedeutendes Erſparniß an Lebensmittein, und gewoͤhnte zugleich die Mannſchaft an die Spei⸗ ſen der Indier. Hojeda erwarb ſich bald die Ach⸗ tung und Furcht der Indier durch ſtrenge Maßregeln. So ließ er einem, welcher mit dem ihm anvertrauten Geraͤthe, fluͤchtig geworden war, nacheilen, und die Ohren abſchneiden; mehre andere Verbrecher ſchiekte er dem Admiral zur Beſtrafung. Dieſer ließ unter Trompetenſchall bekannt machen, daß ſie gekoͤpft wer⸗ den ſollten. Da aber am Tage der Vollziehung dieſes Urtheiles ein der neuen Stadt ſehr gefaͤlliger Kazik um die Erhaltung ihres Lebens hat, ſo ſtellte ſich Kolomb, als begnadige er bloß deßwegen. Da er zu gleicher Zeit aus dem Fort St. Thomas erfuhr, ein einziger Reiter habe durch die Wendungen ſeines


