Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

170

Die Landſchaft Cibao leitet ihre Benennung von der Beſchaffenheit des Bodens, von den ſteinigen Bergen, von den Kieſeln und Felſen, welche die In⸗ dier Ciba heißen. So widrig außer den wenigen Wieſen der Anblick des Landes war, ſo herrſchte doch eine ſaufte und geſunde Luft, wozu die vielen Baͤche und Fluͤſſe von dem reinſten Waſſer viel beitragen. Die Berge bieten ſelten einigen Schatten dar; die Thaͤler und Ufer ſind deſto mehr mit ſehr hohen Fich⸗ ten bewachſen, welche zwar nicht dicht an einander ſtehen, aber in der Ferne doch das Bild großer und ſchoͤner Waͤlder geben. Nach der Behauptung Her⸗ rera's und anderer Geſchichtſchreiber iſt der Umfang von Cibao jenem von Portugal gleich. Die ge⸗ diegenen Goldkoͤrner, welche die Baͤche und Fluͤſſe mit ſich fuͤhrten, waren den Spaniern ſehr zutraͤglich.

Bei dem Anblicke dieſes reichen Landes war Ko⸗ lomb auf deſſen Erwerb um ſo ernſtlicher bedacht, als er in einer Entfernung von 18 Meilen ſeit Iſa⸗ bella viele Goldgruben, ein Kupferwerk und zwei Bernſtein⸗ und Laſurbruͤche gefunden hatte. Das be⸗ ſchwerliche Hin⸗ und Herreiſen zu Pferd, wie das

Fahren mit Wagen, in dieſem ſteinigen und bergi⸗ gen Lande war ſchon allein ein hinreichender Beweg⸗ grund zur Anlegung eines befeſtigten Sitzes. Er ſteckte die Schanze auf einem Berge ab, welchen der Fluß Tanjaue zu einer Halbinſel voll Erzgruben