168 hin bringen zu laſſen. Er nahm ſeine beſten Solda⸗ ten nebſt einer großen Zahl Freiwilli iger zu Pferd mit ſich, und uͤberließ ſeinem Bruder Diego die Aufſicht in Iſabella. Um den Indiern des Landes mehr Furcht einzupraͤgen, und ſeine Leute deſto mehr im Zaume zu halten, ließ er ſeine Leute, in Reihe und Gliedern wohl geordnet und bewaffnet, unter klingen⸗ dem Spiele und mit fliegenden Fahnen, am 12. Maͤrz 1494 mit ſich abziehen. Am erſten Tage kam er nur 3 Meilen weit bis an den Fuß eines ſehr ſteilen Ber⸗ ges, und ſchickte die Schanzgraͤber unter Anfuͤhrung einiger Edelleute(Hidalgos) zur Erweiterung des Hohlweges, durch welchen Hojeda gedrungen war, voraus. Als er des andern Tages an dieſen engen, fuͤr ſeine Reiter bereits zugaͤnglichen Paß kam, nannte er ihn Puerto de los Hidalgos, beſtieg den Gipfel des Berges, weidete zu deſſen Fuße ſeine Au⸗ gen an der ſchoͤnen Ebene von wenigſtens 20 Meilen in der Laͤnge, und bezeichnete ſie mit dem Namen Vega Real oder Koͤnigsfeld. Er durchwan⸗ derte ſie nach ihrer Breite von s Meilen, und wurde von den Bewohnern der vielen Doͤrfer beſtens em⸗ pfangen. Er kam an den großen Fluß Naqui, wel⸗ cher ſo breit iſt, als der Ebro bei Tortoſa. Da er nicht wußte, daß er dieſen bei Monte Chriſto in das Meer fallenden Fluß auf ſeiner erſten Reiſe Gold⸗ fluß(Rio d'Oro) genannt hatte, ſo bezeichnete er ihn jetzt Rio de las Canas, an deſſen Ufer die
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