Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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nigs Guacanagari veranlaßt. Er behielt von den 17 Schiffen nur 2 mittlerer Groͤße und 3 Karavellen zuruͤck. Kaum waren jene abgeſegelt, ſo benutzte der Gegenſchreiber Bernal oder Bernard von Piſa die Unpaͤflichkeit des Admirals, mehre Andere aufzu⸗ reizen, welche, wie er, das zu findende Gold ohne weitere Muͤhe unter ſich theilen, und damit auch in das Vaterland zuruͤck kehren wollten. Die Arbeiten fuͤr die neue Pflanzſtadt waren ihnen auch laͤngſtens zuwider; ſie beſchloßen alſo, ſich der s Schiffe zu be⸗ maͤchtigen. Allein Kolomb, zeitig davon unterrichtet⸗ ließ den Naͤdelsfuͤhrer ſogleich enge verhaften, und mit den Beweiſen ſeines Verbrechens nach dem Be⸗ fehle ſeiner Majeſtaͤten aus Medina del Campo vom 13. Apr. 1494,(wie Spotorno's 21. Urkunde Seite 157 159 beweiſet,) in einem der s Schiffe nach Spanien bringen; die uͤbrigen Theilnehmer aber im Augeſichte der Stadt Iſabella verhaͤltnißmaͤßig ſtrafen. Einige Geſchichtſchreiber behaupten, Ko⸗ lomb habe dieſen Aufruhr nicht mit der in ſolchen Faͤllen noͤthigen Schaͤrfe geſtraft; andere aber beſchul⸗ digen ihn einer zu großen Grauſamkeit ungeachtet der Beobachtung aller gerichtlichen Formen; und dieſer Vorwurf wurde ihm und allen ſeinen Angehoͤrigen in der Folge ſehr nachtheilig.

Nach hergeſtellter Ruhe beſchloß er, die Goldgru⸗ ben von Cibao perſoͤnlich zu unterſuchen, und den noͤthigen Bauzeug zur Auffuͤhrung einer Schanze da⸗