Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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unter Anfuͤhrung des muthigen und ſtarken Laufers Alonzo von Hojeda dahin.

Dieſer zog 8 40 Meilen ſuͤdlich durch eine unbe⸗ wohnte Gegend. Am Fule des Berges fand er einen ſehr engen Hohlweg, durch welchen er auf eine große, ſchoͤne Cbene kam, weiche zu ſeiner großen Bewun⸗ derung mit Daͤrfern beſetzt, und von Baͤchen durch⸗

ſchlaͤngelt war, welche ſich meiſtens in den Fluß

Paqui ergießen. Von hier bis Cibao war zwar noch ein Zwiſchenraum von 10 Meilen; allein die freundliche Aufnahme in jedem Dorfe, und die vie⸗ len Baͤche, welche er durchwaden mußte, hemmten ſeine Wa derung um s Tage, waͤhrend welcher er auf jedem Schritte die außerordentlichen Reichthuͤmer des Laudes zu bewundern Gelegenheit hatte. Seine indiſchen Wegweiſer zeigten ihm genug Goldflaͤmm⸗ chen und Koͤrner im Sande, woraus er auf die Menge dieſes edlen Metalles im Gebirge ſchloß. Um dieſe freudige Nachricht ſeinen Landsleuten unverzuͤg⸗ lich zu bringen, eilte er mit der anſehnlichen Menge Goldes, welche er bloß unterwegs geſammelt hatte, nach Iſabella zuruͤck. Seine Ausſage und deren Beweiſe floͤßten den Spaniern, obgleich ſie von Krank⸗ heit und Hunger ſchon halb abgemagert waren, neuen Muth ein.

Dadurch ſah Kolomb ſich zur Ruͤckſendung ſei⸗ ner Flotte unter Anton von Torrez mit dem ge⸗ fundenen Golde und den neuen Geſchenken des Koͤ⸗