Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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fand die Ebene ſchoͤn und fruchtbar, mit Steinen zum Bauen und Kalkbrennen verſehen. Er ſetzte ſogleich die Mannſchaft mit den Lebensmitteln und Werkzeu⸗ gen aus, und ließ die Erbauung der Stadt Iſa⸗ bella zur Ehre der Koͤnigin von Spanien mit einer Kirche und einem Vorrathshauſe beginnen. So⸗ bald die Bezirke und Gaſſen abgeſtochen waren, ſo ließ er auch oͤffentliche Gebaͤude aus Steinen und private aus Holz, Stroh und Palmblaͤttern errichten, wodurch alle Spanier bald beherbergt waren. Dieſe neue Stadt war auch durch einen Felſen gedeckt, auf welchem man eine kleine Feſtung errichten konnte,

und nicht weit von den Bergwerken Cibao's. Ungluͤcklicher Weiſe ſind ſo viele Lebensmittel bald verzehrt worden, oder zu Grunde gegangen, daß ein Mangel daran eintrat. Dieſer, vereint mit vielfachen ungewohnten Arbeiten waͤhrend einer langen Reiſe, mit einer neuen Lebensweiſe und unertraͤglichen Hitze, erzeugte viele Krankheiten, wovon der Admiral ſelbſt ſelbſt auf das Bett geworfen wurde. Er ließ ſich da⸗ durch nicht entmuthen, alle noͤthigen Befehle zu ge⸗ ben, und auf deren ſtrenge Vollziehung zu halten. Er hatte wahrgenommen, daß ſeine Leute durch die Hoff⸗ nung auf große Schaͤtze angefeuert wurden, Hunger und alle andere Ungemache zu ertragen; er machte ih⸗ nen alſo ſtets große Verſprechen. Da er aber glaubte, ein zu langes Zoͤgern in der Entdeckung der Goldmi⸗ nen moͤge den Muth benehmen, ſo ſchickte er 1s Mann

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