Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Caunabo Nachts uͤberfallen, und daun das ganze Fort in Brand geſteckt. Die Spanier haͤtten zwar geſucht, ſich auf die See zu retten, allein s ſeien ertrunken, und die 3 uͤbrigen am Ufer erſchlagen wor⸗ ben. Der Koͤnig von Marien, Guacanagari, ſei zwar ſeinen Bundesgenoſſen zu Huͤlfe geeilt; allein er habe ſich ſelbſt vor der Wuth der Zerſtoͤrer fluͤchten muͤſſen, und ſei dabei ſo verwundet worden, daß er jetzt nicht ein Mal dem Admirale verſoͤnlich aufwar⸗ ten koͤnne. Dafuͤr bitte er ſich von ihm einen Beſuch in ſeinem Hauſe aus, um den Bund der Freundſchaft noch mehr zu befeſtigen.

Obſchon Kolomb mißtrauiſch war, und dem Guacanagari ſelbſt das zutraute, was dieſer dem Kaziken Caunabo außbuͤrdete; ſo hielt er doch fuͤr kluͤger, dieſes Mißtrauen zu verheimlichen, und den Schein der Freundſchaft ſo lange zu behalten, bis man ſich gehoͤrig wieder verſchanzt, und ſichere Nach⸗ richten uͤber dieſen Vorfall eingezogen haͤtte. Unter

allgemeinem Beifalle machte alſo der Admiral dem Koͤnige einen Beſuch, welcher ihm das Ungluͤck der Spanier mit allen Zeichen des redlichen Mitleidens vortrug. Das wechſelſeitige Zutrauen ſchlug bald neue und tiefere Wurzeln, nachdem auch die Wunden geſehen waren. Guacanagari ſchenkte ihm 890 kleine Muſcheln oder Perlen, welche die Indier Ci⸗ bas nennen, 100 Goldplatten, eine goldene NKrone, und drei kleine Kuͤrbiſſe voll Goldkoͤrner. Der Admi⸗