Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſeinem Rathe, im Falle einer dringenden Noth, ihr Gold und andere Koſtbarkeiten werfen ſollten; allein auch davon war keine Spur vorhanden. Unter einem benachbarten Aufwurfe von Erde fand man mehre Spanier, welche vielleicht erſt ſeit einem Monate todt waren. Waͤhrend er kummervoll uͤber dieſes Ereigniß nachdachte, erſchien der Bruder von Gua⸗ canagari mit einem zahlreichen Gefolge, und verlangte ihn zu ſprechen. Dieſer erzaͤhlte, daß bald nach der Entfernung des Admirals Mihhelligkeiten unter den zuruͤck gebliebenen Spaniern ausgebrochen ſeien; jeder habe ſo viel Gold zuſammen zu bringen, ſich ſo viele eingeborene Weibsperſonen an die Seite zu bringen geſucht, als moͤglich war, und die ſchaͤnd⸗ lichſten Gewaltthaͤtigkeiten ausgeuͤbt. Deſſen un⸗ geachtet habe Guacanagari die Eingeborenen durch die Hoffnung auf die baldige Ruͤckkehr des Admirals beruhigt, welcher alles wieder gut machen wuͤrde. Peter Guttierez und Escovedo haͤtten den Indier Jago ermordet, und ſeien mit neun anderen Spaniern in das Gebiet des Kaziken Caunabo, welchem die Bergwerke gehoͤrten, gezogen. Dieſer habe aber aus Furcht ſeine Schaͤtze zu verlieren, alle Auslaͤnder umbringen laſſen, und ſich dann mit vie⸗ jen Leuten an ihr Fort begeben. Um dieſe Zeit ſei Diego oder Jakob von Arana mit 10 Mann zwar als Beſatzung noch daſelbſt geweſen, waͤhrend die uͤbrigen auf der Inſel zerſtreut waren. Jene habe