144 1
und fuͤgte zugleich bei, daß er nicht aus Guinea, ſondern aus Indien komme. Ungeachtet dieſer Erklaͤ⸗ rung durchſuchte ein portugieſiſcher Offizier das ganze Schiff, und forderte ihn auf, ſich mit ihm an das Land zu begeben, und dem Befehlshaber des Hafens Bericht von ſeiner Reiſe zu erſtatten. Er erwiederte, die Wuͤrde eines ſpaniſchen Admirals erfordere, dies nicht zu thun. Man verlangte dann wenigſtens die Abſendung eines Steuermannes; auch dieſes lehnte er unter Vorzeigung ſeiner Urkunden ab. Sobald der Offizier ſeinen Bericht im Hafen erſtattet hatte, naͤ⸗ herte ſich der Hauptmann Alvaro d'Acunna auf einer Galione unter Trompeten⸗ und Paukenſchalle dem Schiffe, beſtieg es, und erbot ſich, den Admiral mit Lebensmitteln und andern Beduͤrfniſſen zu un⸗ terſtuͤtzen. Sobald das Geruͤcht von Kolomb's NRuͤckkehr 1 durch Liſſabon verbreitet wan, ſtieg die Neugierde, den Entdecker einer neuen Welt zu ſehen, ſo ſehr, daß der Fluß Tajo in wenigen Stunden mit Bar⸗ ken bedeckt war. Des andern Tages wurde der Ad⸗ miral nach Hof eingeladen, durch ein beſonderes Schreiben des Koͤnigs der beſten Aufnahme zum Vor⸗ aus verſichert, und zugleich bevollmaͤchtigt, vorerſt zu Saeaben einige Dage ſich zu erholen. Er vertraute dem Worte eines Monarchen und guten Freundes ſei⸗ ues Koͤnigs, und begab ſich gleich des anderen Tages nach Valpargiſo, wo er von den Vornehmſten


