Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Ruͤckſicht; wage er in den Hafen einzulaufen, ſo drohe ihm das naͤmliche Schickſal, wie der gelandeten Mannſchaſt.

Durch dieſe feindſeligen Reden gerieth der Admi⸗ ral auf den Gedanden, die Kronen von Spanien und Portugal koͤnnten waͤhrend ſeiner Entfernung in einen Krieg gegen einander verwickelt worden ſeyn. Er forderte alle ſeine Leute zu Zeugen des Vorganges auf, ſprach dann ebenfalls in einem wuͤrdevollern Tone, und fuͤgte bei, daß er ohne angemeſſene Ge⸗ nugthuung ſich nicht von dieſem Orte entfernen wuͤr⸗ de. Es'erhob ſich ein Sturn, wodurch er einige An⸗ ker verlor, und in der Michaelis⸗Inſel Sicherheit ſu⸗ chen wollte. Da aber der Sturm die ganze Nacht fortdauerte, und er dahin nicht gelangen konnte, ſo kehrte er nach Santa Maria mit dem Ent⸗ ſchluſſe zuruͤck, dieſe Inſel anzugreifen, und ſich die moͤglichſte Genugthuung zu verſchaffen.

Waͤhrend er mit Anſtalten zum Angriffe beſchaͤf⸗ tigt war, kamen ein Offizier, zwei Prieſter und fuͤnf Matroſen in einer Barke an das Schiff, und baten um Erlaubniß, an Bord zu gelangen. Sie gaben dann vor: ihr Befehlshaber wolle durch ſie ſich uͤber⸗ zeugen, ob wirklich ein ſpaniſcher Admiral auf dem Schiffe ſei, um ihn mit aller gebuͤhrender Ehre zu empfangen. Kolomb ſtellte ſich, als halte er dieſe Hoͤflichkeit fuͤr aufrichtig, zeigte ihnen ſein Anſtel⸗ lungs⸗Dekret und den eigenbaͤndigen Brief des Kuͤ⸗