Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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an ſie, noch an meinen geleiſteten Dienſt denken wuͤr⸗ den, welcher unbekannt geblieben waͤre. Zuweilen beunruhigte mich auch der Gedanke, daß Gott mich zur Strafe fuͤr meine Suͤnden, des Ruhms der Ent⸗ derkung verluſtig machen wolle. Deſſen ungeachtet faßte ich noch Hoffnung, daß Eurer Majeſtaͤt meine Entdeckung zufaͤllig jemals bekannt werden koͤnnte; deßwegen ſchrieb ich waͤhrend des Sturmes in weni⸗ gen Zeilen auf Pergament die Namen der Laͤnder, welche ich fuͤr Ihre Krone entdeckt und in Beſitz ge⸗ nommen hatte, den Weg und die Zeit zur Fahrt in dieſelben, die Lebensart der dortigen Einwohner, die Fruchtbarkeit des Landes, und die Pflanzſtadt, welche ich daſelbſt angelegt hatte, um das Land fuͤr Eure Majeſtaͤt zu erhalten. Dieſes Pergament verſchloß ich mit meinem Siegel, wickelte es in Wachsleinwand vorerſt, und dann in Wachs, und verwahrte es in einem wohl verſchloſſenen Faͤßchen, worauf ch die Aufſchrift an Eure Majeſtaͤt machte. Das Faß warf ich in das Meer, voll Hoffnung, daß es doch irgend einen See⸗ fahrer, wenn wir alle auch zu Grunde gehen wuͤrden, zukommen, und derſelbe es Eurer Majeſtaͤt uͤberlie⸗ fern wuͤrde. Da ich beſorgte, der Sturm moͤchte das Faß zu weit verſchlagen, ſo legte ich ein zweites, eben ſo beſchriebenes Pergament auf gleiche Weiſe in ein anderes Faß, welches ich am Bord behlelt, damit nach unſerem Schiffbruche wenigſtens eines der beiden Faͤſ⸗ ſer Eurer Majeſtaͤt zukommen koͤnnte.

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