Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Kolomb in ſeinem dritten Briefe an den Koͤnig von Spanien auf folgende Art aus:Ich haͤtte mein Un⸗ gluͤck gern ertragen, wenn ich allein in Gefahr ge⸗ weſen waͤre. Denn ich war ſchon ſo oft in Todesge⸗ fahr, daß mich keine mehr erſchuͤtterte; nur ſchmerzte mich, daß ſo viele Menſchen, welche Eue Majeſtaͤt mir zu meiner Unternehmung anvertraut hatten, erſt am Ende der Reiſe zu Guunde gehen ſollten. Auch war ich ſehr betruͤbt; daß ich nicht perſoͤnlich Eurer Majeſtaͤt von derſelben Bericht erſtatten, und meinen Gegnern offenbar beweiſen ſollte, wie ich die Reiſe ausfuͤhren konnte. Zugleich erinnerte ich mich der Jugend meiner beiden Soͤhne zu Kordua, welche ich ungluͤcklich zuruͤck laſen mußte, indem Lure Ma⸗ jeſtaͤt nach dem Mißlingen des Unternehmens weder

pfuͤndigen Kerie machen muͤſſe; das Loos traf ihn ſelbſt. Man looste das zweite Mal zur Jungfrau von Loretto in der Mark Au ko⸗ na; das Loos traf den Matroſen Peter de Villa, wozu der Admiral die Koſten geben wollte. Das dritte Geluͤbde, eine Nacht zu Sauta Clara de Mogues zu wachen, und eine Meſſe leſen zu laſſen, traf wieder den Ad⸗ miral. Da der Sturm deſſen ungeachtet fort⸗ tohte, ſo gelobte die ganze Schiffomannſchaft⸗ ſie wolle an dem erſten Landungsorte im Hemde ausneigen, und in Prozeffton nach einer der h. Jungfrau geweihten Kirche ſich begeben. Aber ungeachtet der 4 Geluͤhde wuͤthete der Sturm noch fort. 3