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muͤhte ſich der beſchenkte Indianer dieſes zu verſcheu⸗ chen, aber vergebens; weßwegen die Spanier ſich fluͤchteten. Da ſie aber vor dem Einſteigen in die Barke zwei Wilde durch Saͤbelhiebe verwundeten, ſo warfen die uͤbrigen Judianrr ihre Bogen und Pfeile weg, und liefen davon. Der Admiral war Anfangs unzufrieden uͤber dieſes Blutvergießen; doch des an⸗ dern Tages kam der Kazik dieſer Gegend auf ſein Schiff, und ſchenkte ihm wegen des Friedensſchluſſes eine goldene Krone.
Kolomb's Eifer ermuͤdete endlich durch die lange Fahrt und den ſchlechten Zuſtand ſeiner beiden ziemlich lecken Schiffe; er entſchloß ſich zur Ruͤckkehr nach Europa. Am 16. Jaͤnner wurden die Segel ge⸗ gen Nordoſt gewendet, wo man verſchiedene kleinere Inſeln wahrnahm. Die Fahrt war bis zum 12. Feb⸗ ruar gluͤcklich; aber wegen der verſchiedenen Beobach⸗ tungen und Beſtimmungen der Entfernung ſehr un⸗ gewiß. Nachdem beide Schiffe gegen soo Meilen zu⸗ ruͤck gelegt hatten, wurden ſie von einem ſo großen Sturme uͤberfallen, daß der Schiffbruch unvermeidlich ſchien; weßwegen die ganze Mannſchaft allerlei Ge⸗ luͤbde*) machte. Ueber dieſes Ungluͤck druͤckte ſich
*) Herrera ſagt:„Als der Admiral nichts mehr guzuordnen wußte, befahl er, daß durch das Loos beſtimmt werden ſollte, wer eine Wallfahrt zur Maria von Gugdeloupe mit einer fuͤuf⸗


