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mit der groͤßten Bereitwihigkeit zur Huͤlfe bei, und
ließ durch ſeine Leute noch Einiges aus dem Schiff⸗
bruche retten. Er beſuchte den Admiral oͤfters, ſein Leidweſen auszudruͤcken, und erbot ſich zu deſſen Troſte und Eutſchaͤdigung mit ſeinem ganzen Vermoͤgen. Alle Einwohner dieſes Theiles der Inſel beeiferten ſich gleiche Geſinnung zu bethaͤtigen, und brachten alle ihre Gold⸗ ſtufen und Goldbleche herbei, nach denen ſie die Spa⸗ nier luͤſten ſahen, waͤhrend ſie nach den eingetauſchten europaͤiſchen Kleinigkeiten, beſonders Glocken, begie⸗ rig waren. Sie draͤngten ſich in das Schiff, und hielten ihre Goldbleche uͤber dem Kopfe empor, damit man mit ihnen handle. Unter andern brachte einer ein Stuͤck Gold von* Mark in der Hand, und ließ
ſich in die andere eine Schelle legen, worauf er ha⸗
ſtig davon eilte, damit der Spanier ihn nicht zuruͤck rufen konnte. Die große Gutmuͤthigkeit, welche Gua⸗ eanagari und alle ſeine Leute bei jeder Beruͤhrung bewieſen, bewog den Admiral, einen beſtaͤndigen Sitz daſelbſt zu errichten, womit ſeine Mannſchaft ganz einverſtanden war. Er bemuͤhte ſich, deſſen Ge⸗ wogenheit durch anhaltende Schmeicheleien und Ge⸗ ſchenke zu ſteigern, und ließ zugleich die Kanonen oͤfters abfeuern, um ihm Furcht einzujagen. Dar⸗ uͤber geriethen die Einwohner in ſo großen Schreecken, als waͤren ſie vom Blitze getroffen; ſie warfen ſich auf die Erde, und bedeckten den Kopf mit beiden Haͤnden. Da Guaranagari ſelbſt in Furcht kam,


