Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Orte zu begeben, welchen er Vunta Santa nannte, wozu ihm eine kuͤhle Luft behuͤlflich war. Da er die beiden Tage des Sturmes nicht geſchlafen hatte, ſo konnte er die Ruhe nicht laͤnger entbehren; er praͤgte jedoch den Steuermaͤnnern ſehr nachdruͤcklich ein, ſie ſollten ſich keinen Augenbiick vom Ruder ent⸗ fernen. Allein dieſe hatten den Schlaf eben ſo noͤthig, und vertrauten ihr Geſchaͤft einem jungen unerfahr⸗ nen Mann, bei deſſen Ungeſchicklichkeit das Schiff durch die Stroͤme auf eine Sandbank gefuͤhrt wurde, worauf es ſitzen blieb. Das allgemeine Geſchrei er⸗ weckte den Admiral aus dem Schlafe; allein zu ſpaͤt; denn obgleich er die zweckmaͤßigſten Befehle ſogleich ertheilte, ſo wurden ſie doch nicht befolgt; indem Jeder nur auf die Rettung ſeines Lebens ſann, um ſich durch die Barke zu fluͤchten, ſtatt daß ſie das Schiff in dieſelbe lichten ſollten. So mußte er ſein Schiff durch die Schuld ſeiner Leute vor ſeinen Au⸗ gen zu Grunde gehen ſehen, ohne es verhindern zu koͤnnen. Die Ninna, welche von Nanes Pin⸗ zon gefuͤhrt wurde, war eine Meile entfernt, und wollte keinen, welcher den Admiral verlaſſen hatte,

an Bord nehmen. Konnte ſie gleichwohl nicht zeitig genug zur Rettung des Schiffes herbei kommen, ſo rettete ſie doch wenigſtens den Admiral und die We⸗ nigen, welche die aͤußerſte Gefahr mit ihm theilten.

3 Sobald Guacaunagari Nachricht von dem Un⸗ gluͤcke ſeines neuen Bundesgenoſſen erhielt, eilte er