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des h. Andreas in einem Hafen, welchem ſie den Namen dieſes Apoſtels, die Franzoſen aber ſpaͤter Du Can de Louiſe, oder die Hun dsbay, oder auch Aecul beilegten, und in deſſen Naͤhe ſie einige Wohnungen ſahen. Am 22. Dez. waren ſie im Hafen St. Thomas, wo eine Geſandtſchaft des Koͤnigs Guacanagari dem Admirale ein Geſchenk machte, und ihn zu demſelben einlud. Daſſelbe beſtand aus einer Larve, deren Ohren, Naſe und Zunge von geſchlagenem Golde waren, und aus einem 4 Finger breiten Guͤrtel, welcher mit ſehr zarten und wie Per⸗ len abgerundeten Fiſchknochen beſetzt war. Der Ad⸗ miral verſprach zwar einen baldigen Beſuch, ſchickte aber doch vorher einige Offiziere an den Koͤnig, wel⸗ che einen ſo befriedigenden Bericht erſtatteten, daß er ſelbſt bald ſich zu ihm begab. Guacanagari hatte ſeinen Wohnſitz gewoͤhnlich 4— 56 Meilen vom Hafen; der erſte Erfolg dieſer Unterredung war eine Handelsverbindung. Bald zeigten ſich viele Indier beiderlei Geſchlechtes und jeden Alters in der Naͤhe der Schiffe, und brachten viel Gold, Baumwolle und Papageien. Jeder Spanier, welcher in ein Dorf kam, wurde wie ein Bewohner des Himmels verrhrt; die Indier kuͤßten die Erde, uͤber welche derſelbe ge⸗ ſchritten war, und alle Reichthuͤmer der Inſel ſtan⸗ den ihm zu Gebote.
Unterdeſſen erhob ſich ein Sturm; als er ſich etwas legte, beſchloz der Admiral, ſich nach einem


