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fand in einem Gebuͤſche eine zwoͤlfruderige Fuſte, und in einem nicht weit davon gelegenen Hauſe, welches bei ſeiner Annaͤherung von den Bewohnern verlaſſen wurde, einen Menſchenkopf und einen Wachskuchen. Da ſeine Mannſchaft auf der ganzen Inſel kein Wachs angetroffen hatte, ſo nahm er den Kuchen mit nach Spanien, wo man glaubte, daß er bei irgend einer beſondern Gelegenheit aus Nucatan dahin gebracht worden ſei.
Waͤhrend der Admiral an der Kuͤſte von Cu ba fortſegelte, befand er ſich am 3. Dezember auf deren oͤſtlichen Spitze. Von hier fuhr er gegen Öſt nach der nur 18 Meilen entfernten Inſel Hayti, welche er aber wegen der widrigen Stroͤme erſt am 4. Dezember erreichen konnte. Er lief in einen Hafen ein, wel⸗ chen er St. Nikolaus nannte, weil deſſen Feſt des andern Tages gefeiert wurde; das Ankern ging bequem und mit Sicherheit vor ſich. Derſelbe wurde von einem ſanft laufenden Fluſſe gefuͤllt, deſſen Ufer mit ſehr vielen Nachen beſetzt waren. Deſſen ungeachtet begab er ſich aus billiger Sorgfalt fuͤr die Pinta, und nach dem Rathe einiger Indier, er moͤge ſich den Goldbergwerken von Cibao mehr naͤhern, noch weiter gegen Nord in einen kleinen Hafen, welchen er Konzeption*) zur Feier des
*) die Franzoſen nannten ſpaͤter dieſen Hafen Port eu.
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