Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſich freiwillig von den beiden andern Schiffen trennte. Die Gold⸗Gierde naͤmlich hatte deren Hauptmann, Martin Alfons Pinzon verleitet, ſich des Vor⸗ theites ſeines ſchneller ſegelnden Swiffes zu bedienen; er wollte die Inſel zuerſt entdecken, von deren Reich⸗ thuͤmern die Indier ſo viel erzaͤhlten. Vergebens wurde er an die Pflicht des Gehorſams durch verſchiedene Loſungs⸗Zeichen erinnert. Obſchon der Admiral deſ⸗ ſen Abſichten vermuthete, ſo wartete er doch in einem andern Hafen der Inſel Cuba drei Tage auf ihn. Dieſer war eben ſo ſicher als raͤumlich, und wurde nach dem Tage der Ankunft St. Katharine ge⸗ nannt. Als er Holz und Waſſer an Bord bringen ließ, ſah er mehre Steine, welche Goldſtoff zu ent⸗ halten ſchienen. Einige auslaͤndiſche Indier, welche er in dieſem Hafen traf, belehrten ihn, daß die von ihm geſuchte Inſel Bohio ihr Vaterland Hayti ſei. Sie beſtaͤtigten, daß er daſelbſt, beſonders in der Gegend Cibao, aͤhnliche Metallſtufen in Menge fin⸗ den wuͤrde. Der Name dieſer Gegend erinnerte ihn an das Cipango, welches Marco Paolo in ſeinem Reiſeberichte ſo ſehr geruͤhmt hatte. Er ſegelte ohne Verzug nach der ſuͤdoͤſtlichen Gegend von Cuba zuruͤck, wo er mehre neue gute Hafen fand. Das helle Waſſer eines Fluſſes, deſſen Cinz fahrt ſehr bequem ſchien, die am Uſer ſtehenden ſchoͤ⸗ nen Baͤume, und der Geſang unzaͤhliger Voͤgel reizte ihn, ziemlich tief in das Land hinein zu gehen. Er

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