Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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welchen er den Fuͤrſten⸗Hafen nannte, Schutz ſuchen. Die umliegende See nannte er Nueſtra Seunora, weil die gruͤnenden Ufer die Spanier ſo ſehr ergoͤtzten. Ungeachtet die kleineren Inſeln nicht bewohnt waren, ſo ſah man ſie doch durch Feuer der Fiſcher belebt. Die Matroſen fuhren in ihren Na⸗ chen an das Land, und wurden bei dem Anblicke der Indier, welche große Spinnen, ſogar Wuͤrmer im verfaulten Holze, rohe Fiſchaugen und dann halb⸗ gekochte Fiſche aßen, zuerſt in das groͤßte Staunen geſetzt, bald aber folgten ſie dem naͤmlichen Beiſpiele. Sie erlegten durch ihre Degen Thiere, welche wil⸗ den europaͤiſchen Schweinen glichen; ſie fingen durch Netze fremdartige Fiſche, wovon einer die Geſtalt eines Ferkens hatte, aber mit einer ſehr harten Schale bedeckt war. Auch ſanden ſie uͤberall Perlenmutter. Das ſtarke Ab⸗ und Zunehmen des Waſſets in die⸗ ſem Meere rechnete der Admiral der großen Menge der Inſeln zu; die Ebbe und Flut, welche der in ſpaniſchen Meeren gewoͤhnlichen ganz entgegen war, konnte er ſich nicht erklaͤren; er glaubte das Meer liege in dieſem Welttheile niedriger, als bei Spanien. Der Mond ſtand daſelbſt in Suͤd⸗Suͤd⸗Oſt.

Nachdem er an der Muͤndung des Fuͤrſten⸗Ha⸗

fens ein großes Kreuz hatte aufrichten laſſen, ſegelte er am 19. Nov. ab, um die ſogenannte Inſel Bohio zu entdecken. Allein waͤhrend er mit widrigem Winde kaͤmpfte, vernahm er am 21. Oktober, daß die Pinta