Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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landen, damit ſie das Land in den naͤchſten 6 Tagen ausforſchten, waͤhrend welcher er die Schiffe kalfa⸗ tern, d. i. die Ritze und Loͤcher mit Hauf, Talg, Pech ꝛc. verſtopfen ließ. Man beobachtete bald, daß jedes Holz waͤhrend des Brennens eine Art von Gum⸗ mi oder Maſtix ausſchwitzte, und daß deſſen Laub dem des Linſen⸗Baumes glich. Der Fluß war an der Muͤndung 7 s, weiter oben s Faden tief; gegen Suͤd⸗Oſt war er von zwei Bergen, auf der Oſt⸗ Nord⸗Oſt⸗Seite von einem ſehr ſchoͤnen Vorgebirge eingeſchloſſen, welches er Baracva aber Diego Velgſquez ſpaͤter Aſſumtion nannte.

Die zuruͤck gekehrten zwei Spanier nebſt 3 Indiern erzaͤhlten, ſie ſeien 22 Meilen weit in das innere Land gegangen, und haͤtten ein Dorf von 50 Haͤu⸗ ſern und vielleicht 1000 Einwohnern getroffen, wel⸗ che ganz nackt und ſo guter Gemuͤthsart ſeien, daß

ſie ihnen entgegen liefen, ihre Fuͤße kuͤßten, ſie auf

den Armen herum trngen, und ſie auf zierliche, zum Theile vergoldete Stuͤhle von ſonderbarer Geſtalt ſetz⸗ ten. Zum Eſſen habe man ihnen gekochte Wurzeln vorgelegt, deren Geſchmack jenem der Kaſtanien glei⸗ che; man habe ſie erſucht, einige Tage zu verweilen. Da ſie durch Bitten und Liebkoſungen dazu nicht zu bewegen waren, ſo hatte man ihnen 3 Indier zur Begleitung an das Ufer beigeſellt. Unterwegs ſeien ſie au einige andere Doͤrfer gekommen, deren Ein⸗

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