Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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der vorigen entfernt war, und nannte ſie Konzep⸗

tion. Sie ſchien aber zu wenig Lebensmittel dar⸗ zubieten, weßwegen er nur eine Nacht vor Anker lag. Am 11. nahm er aus einer dritten, deren Ein⸗ wohner gebildeter zu ſeyn ſchienen, Waſſer ein; die Weibsperſonen waren theils mit Kattun, theils mit Laub vom Kopfe bis zum Fuße bekleidet; er nannte dieſelbe Fernandine. Die Spanter ſahen mehre Gattungen von Voͤgeln und Fiſchen, welche von den ihrigen verſchieden waren; ſehr große Eidechſen, vor welchen ſie ſich jetzt fuͤrchteten, ſpaͤter aber ihre Un⸗ wiſſenheit ſehr bedauerten, da deren Fleiſch hoͤchſt ſchmackhaft iſt. Sie ſahen viele Papageien, einige kleine und ſtumme Hunde, und Kaninchen in der Groͤße von Ratten, aber kein vierfuͤßiges Thier, wel⸗ ches ſie zu eßen wagten, auch mehre Haͤuſer als vor⸗ her. Dieſe hatten die Form der Zelte mit einer Art von Portal, waren gegen Regen und Wind mit Zwei⸗ gen gedeckt, und zur Ableitung des Rauches mit vie⸗ len Roͤhren verſehen. Das ganze Hausgeraͤth beſtand in einigen geringen Gefaͤßen und Stuͤcken von Baum⸗ wollenzeuge; ihre Betten waren Netze, welche an zwei Pfaͤhlen hingen, von den Indianern Haͤngmat⸗ ten(Hamacken) genannt. Einer der Einwohner trug ein Goldſtuͤckchen an der Naſe, welches mit ver⸗ ſchiedenen Zuͤgen bezeichnet war. Der Admiral hielt dieſe fuͤr Buchſtaben ſo lange, bis er ſich uͤberzeugte, daß die Schreibekunſt den Indiern unbekannt iſt.