Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Nunmehr ſind wir gluͤcklich und ſiegreich allen dieſen drohenden Gefahren entgangen, und wir haben bereits die ſchoͤne Ebene betreten, welche in der Lan⸗ desſprache Cirkuwiz genannt wird. Hierin finden wir alles Noͤthige im Ueberfluß, und entſchaͤdigen uns einigermaſſen fuͤr die Drangſale, welche wir waͤhrend ſechs Wochen, als dem Durchzuge durch Bulgarien, erduldet haben. Als wir nun eben von Philippo⸗ polis Beſitz genommen haben, einer Stadt, welche von Natur und Kunſt ſehr befeſtigt iſt, welche jedoch von allen Menſchen verlaſſen war, ſiehe, da gelangten wieder Briefe an von Seiner Majeſtaͤt, dem konſtan⸗ tinopolitaniſchen Kaiſer. Sie athmeten von großem Hochmuthe, gepaart mit Forderungen, Schmeicheleien und Hinterliſt. Es war uns aber bereits ſchon be⸗ kannt, daß jener Kaiſer unfere Geſandten, den Bi⸗ ſchof von Muͤnſter, den Grafen von Rupert, und unſern Kaͤmmerer Marquard, welche wir waͤhrend unſeres Aufenthaltes in Ungarn an ihn abgeſchickt hat⸗ ten, zur Schmach des Weltheilandes und ſeines Kreu⸗ zes, fuͤr welches ſie ſtritten, in Gefangenſchaft hatte ſetzen laſſen, was nicht allein ſeinen Ruhm befleckt, ſondern auch gegen alles Voͤlkerrecht ſtreitet. Unſer ganzes Heer entbrannte uͤber dieſe Nachricht im ge⸗ rechten Zorne und ermangelte nicht, Staͤdte, Schloͤſ⸗ ſer und Flecken zu pluͤndern und zu zerſtoͤren, bis un⸗ ſere Majeſtaͤt durch obigen Brief benachrichtet worden iſt, daß unſere Geſandten nunmehr wieder in Freiheit