Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Naͤuber mit ſolchem Nachdrucke, daß ihrer vierzig todt zur Erde hingeſtreckt, etliche zwanzig aber mit den Fuͤßen uͤberwaͤrts, wie man die Woͤlfe aufbenkt, an den Galgen gebunden wurden. Gleich tapfer gegen ſie bewies ſich Friedrich von Berg. Einſt erblickte er einen ſolchen Schnapphahn, wie er aus der Hoͤhe eines Baumes auf ihn und ſeine Begleiter herab ſchie⸗ ßen wollte. Zur rechten Vergeltung wurde er mit Pfeilen herab getrieben, und ſodann dem Baume, wel⸗ chem er ſo anhaͤnglich war, auf immer zum Eigenthu⸗ me gegeben, das heißt, an demſelben aufgebunden. Dieſes Schickſal hatten ſpaͤterhin noch mehrere, zum abſchreckenden Beiſpiel ihrer Gefaͤhrten, beſonders unter dem Befehle des Herzogs Friedrich von Schwaben, welcher mit ſeinem Streithaufen ſeinem Vater, dem Kaiſer, voran ging. Denn auch hier galt die uralte Sitte, gemaͤß welcher die Schwaben— vor Alters Alemannen genannt, und die Bayern— ſonſt Noriker geheißen, in gemeinſamen teutſchen Kriegen das vordere Treffen uͤbernehmen, und die un⸗ vermutheten Anfaͤlle der herum ſchwaͤrmenden Feinde abwehren mußten. Der Graf von Sein war mit den Seinigen, weil die Wege gar ſo beſchwerlich wa⸗ ren, vom kaiſerlichen Zuge etwas zuruͤck geblieben. Sogleich ſi len die Auflauerer uͤber ihn her; allein ſie wurden ebenfalls ſo ſtandhaft empfangen, daß zwoͤlf ſogleich todt zur Erde geſtreckt wurden. Unter andern uͤberfielen die Raͤuber einen Ritter, der krank war,