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zu Jeruſalem, kam 1448 durch die Bemuͤhung der Spitalbruͤder daſelbſt an deſſen Stelle.
Im naͤmlichen Jahre wurde der militaͤriſche Or⸗ den der Tempelherren zu Jeruſalem geſtiftet. Neun fromme Edelleute naͤmlich gelobten nach dem Willen des Patriarchen, ihr Leben in Keuſchheit und Gehorſam nach der Regel der regulirten Chorherren zu fuͤhren. An ihrer Spitze ſtanden Hugo de Paga⸗ nis und Ganfred von St. Omer. Ihre vor⸗ zuͤglichſte Pflicht außer den drei Ordensgeluͤbden war, die Pfade der frommen Pilger gegen die Nachſtellun⸗ gen der Straßenraͤuber und Unglaͤubigen nach allen Kraͤften zu ſichern. Da ſie weder eine eigene Woh⸗ nung, noch eine beſondere Kirche hatten, ſo raͤumte der Koͤnig in ſeinem Palaſte neben dem Tempel des Herrn gegen Morgen eine Wohnung auf einige Zeit ihnen ein, und bewilligte ihnen beſondere Einkuͤnfte fuͤr ihre Nahrung und Kleidung, bis ſie Gelegenheit zur bequemeren Lebensweiſe erhalten koͤnnten. Neun Jahre nach ihrer Stiftung trugen ſie keine andere Kleider, als die uͤbrigen Weltleute, welche ihnen die⸗ ſelben, zum Beſten des Seelenheiles, gerne reichten. Erſt unter P. Honorius II. erhielten ſie eine eigene DOrdensregel mit weißer Kleidung, uͤber welche erſt P. Eugen III.(1445— 53) noch ein rothes Kreuz legte, und ſie, weil ſie neben dem Tempel des Herrn wohnten, Tempelbruͤder nannte. Durch Bei⸗ traͤge frommer Chriſten breitete ſich der Orden in ſol⸗


