Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Sizilien; von Gewiſſensbiſſen geaͤngſtigt, verließ er im dritten Jahre die letztere, und nahm die erſtere wieder zu ſich.

Graf Balduin II. von Bourg zu Edeſſa, ein durch Religioſitaͤt und Tapferkeit gleich ausgezeichne⸗ ter Mann, Sohn des Grafen Hugo zu Rhetel, folgte ſeinem Oheim in der Regierung des Koͤnigreichs Je⸗ ruſalem, und wurde den 2. April 1149 mit vieler Feierlichkeit gekroͤnt. Er war ſchoͤn geſtaltet, von hagerer Statur, feinem Geſichte, rothweißem Haare, ſchmalem, jedoch bis zur Bruſt herab haͤngendem Barte, und lugendlich lebhafter Farbe. Man hegte allgemein die Hoffnung, der neue Chriſtenſtagt wuͤrde unter ihm maͤchtig aufbluͤhen. 3

Der Sultan von Aegypten hatte noch tiefen Schmerz uͤber den im vorigen Sonumer gelittenen Verluſt. Sich zu raͤchen erneuerte er den Krieg zur See, wie zu Land, und mit ihm verband ſich auch der Fuͤrſt von Damask. K. Balduin II. richtete ſich zwar zum Kriege, doch geſchah nichts Merkwuͤr⸗ diges von beiden Seiten: denn er fuͤrchtete die Menge der Feinde, und dieſe die Tapferkeit und das Gluͤck der Chriſten. Nachdem ſie in geſpannter Erwartung drei Monate einander gegenuͤber geſtanden waren, ſo hoben ſie die Lager von beiden Seiten auf, und kehr⸗ ten in ihre friedlichen Sitze zuruͤck. Bald darauf ſtarb der Patriarch Arnulph, und Gormund, oder Gugrimund, der vierte abendlaͤndiſche Patriarch