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boͤſen Gewiſſen uͤber den Meuchelmord gefoltert, ſuchte die Freundſchaft der benachbarten Chriſten durch Ge⸗ ſchenke und Geiſeln zu gewinnen. Von dieſen unter⸗ ſtuͤtzt, zog er dem Feinde entgegen, und trieb ihn zuruͤck. Zu gleicher Zeit belagerten aber die Bewoh⸗ ner von Askalon die Stadt Joppe; die Chriſten be⸗ gaben ſich dahin, und verdrungten ſie wieder. Kaum hatte Borſequin wahrgenommen, daß die gegen ihn aufgeſtellten Truppen verſchwunden ſind, ſo er⸗ neuerte er ſogleich ſeinen Feldzug, ließ die ganze Ge⸗ gend von Antiochien berauben und verheeren, und alle Doͤrfer ſchleifen, welche keine Beſatzung hatten. Allein der junge Fuͤrſt Boamund vereinigte ſeine Kraͤfte mit jenem von Edeſſa, ſchlug den Feind, und nahm ihm den ganzen Raub wieder ab. In dieſem Kampfe ſind mehr als 3000 Mann geblieben, die fruͤ⸗ her gefangenen Chriſten wurden wieder befreit, und kehrten in ihre Heimath zuruͤck.
Unterdeſſen baute K. Balduin J. jenſeits des Jordans in Syrien das feſte Schloß Sobal, und nannte es den koͤnig lichen Berg. Er ließ es von vielen Reitern und Fußgaͤngern bewohnen, und raͤumte ihnen ſehr viele Felder und Wieſen zum Lebensunter⸗ halt ein, damit ſie dem Feinde Einhalt thun und den chriſtlichen Glauben vertheidigen koͤnnten. Da die Stadt Jeruſalem dadurch ganz entvoͤlkert, und den Heiden daſelbſt kein Aufenthalt bewilligt wurde, ſo rief er viele Chriſten aus Arabien jenſeits des Jor⸗


