Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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zu empfehlen. Waͤhrend er ſprach, wurden ſeine Ze⸗ hen Fuͤße und Schenkel abgehauen, und dennoch lebte er. Der Tyrann, daruͤber erſtaunt, befahl, daß auch deſſen Leib aufgeſchnitten, die Gedaͤrme hervor gezogen, das Herz heraus geriſſen,und der Rumpf den Pferden zur Zertretung vorgeworfen wurde.

So endigte Thiemo ſein ruhmvolles Leben. Er war aus der graͤflichen Familie von Medlingen in Baiern, zuerſt Benediktiner in Niederaltaich, dann 1079 Abt zu St. Peter in Salzburg, 1090 zum Erz⸗ biſchofe gewaͤhlt und geſalbt, von dem durch K. Hein⸗ rich 1vV. eingeſetzten Erzbiſchofe Berthold aber ein⸗

gekerkert, und nach mehrjaͤhriger Gefangenſchaft durch die Liſt eines Moͤnches in Freiheit geſetzt, worauf er in ſchwaͤbiſchen Kloͤſtern ſeine geiſtige Bildung befoͤr⸗ derte, bis er den Kreuzzug nach Palaͤſtina anfuͤhrte. Spaͤtere Chriſten errichteten zum Andenken au ſeinen martervollen Tod eine Kirche auf dem naͤmlichen, Platze, wo er ſeinen Ruhm durch beiſpielloſe Aushar⸗ rung und Begeiſterung fuͤr ſeinen Glauben vollendete.

Waͤhrend dieſer ſchrecklichen Ereigniſſe wurde Balduin I. von einer Florte der Genueſer mit Huͤlfstruppen und Lebensmitteln angenehm uͤberraſcht. Dadurch wurde er in den Stand geſetzt, Caͤſarea in Palaͤſtina zu beſetzen, und die aͤgyptiſchen Truppen vor der Stadt Ramula zu ſchlagen. Durch die An⸗ kunft der Abendlaͤnder ermuntert, zog er ihnen freu⸗ dig entgegen, und fuͤhrte ſie auf ſicheren Wegen hin⸗

4tes B. Paläſtina. I. 2. 2