¹
128
Erſcheinung ſehr verwunderte. Daſelbſt fanden ſie den Grafen Raimund von Toulouſe, welcher den Kaiſer Alex ius um Huͤlfstruppen gebeten hat⸗ te, um nach Syrien zuruͤck kehren zu koͤnnen, wo er ſich niederlaſſen wollte. Die Franzoſen waͤhlten ihn ſogleich zu ihrem Anfuͤhrer und zogen nach Nizaͤg. Die Tuͤrken hatten die Traͤgheit und Schwaͤche der Longobarden kaum wahrgenommen, ſo neckten ſie dieſe auf allen Seiten. Aus dieſem Grunde hatte Ale⸗ rius ſchon vom Eintritte in die erſte Stadt Bulga⸗ rien'’s bis Konſtantinopel ſogenannte Friedeusboten von Zeit zu Zeit ihnen entgegen geſchickt, welche, ſie mochten voraus— oder zur Seite gehen, unmerklich ſich wieder verloren. Seine leichten Truppen mußten Die Kreuzfahrer unmerklich bald von vorn, bald von hinten, bald von der Seite angreifen, und naͤchtlich Die Lager uͤberfallen, bis der Graf Wilhelm und der Herzog Welf ein Korps von 100,000 Mann zu⸗ Fimmen gezogen hatten. Die von dieſem Korys ge⸗ Fendeten Anfuͤhrer nahm Alexius freundlich auf, mannte ſie ihre Kinder, beſchenkte ſie, und verſprach ähnen, wie ihren Vorgaͤngern, unter Handgeloͤbniß und Schwur alle Unterſtuͤtzung; den aͤrmeren außer der Stadt ließ er Almoſen gehben, und Lebensmittel feil bieten. Deſſen ungeachtet laſtete ein allgemeiner Verdacht auf ihm, daß er heimlich durch ſein ganzes Reich den Zug zu erſchweren ſuchte. Darum ließ Graf Wilhelm von Poitou die


