Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

QQCOꝭQO.O:-

113

wuͤrden, ſobald er dieſem Unterwuͤrſigkeit ſchwoͤren

wuͤrde. Er wurde daruͤber entruͤſtet, nnd entfernte ſich ſogleich wieder. Auf dem Wege aber erhielt er durch Eilboten der Einwohner von Antiochien die Nachricht, daß Boamund gefangen ſei: er moͤge alſo ſogleich ſie mit ſeinem Rathe und Beiſtande un⸗ terſtuͤzen. Bei ſeiner Ankunft zu Antiochien fand er die Thore auch hier verſchloſſen, und ward zum Eide aufgefordert, daß er dem Boamund redlich beiſtehen wolle. Sobald er dieſen abgelegt hatte, wurde er eingelaſſen, und der Schutz Antiochiens ihm ſo lange anvertraut, bis Boamund von ſeiner Ge⸗ fangenſchaft befreit ſei. Allein dieſer mußte drei Jahre in Ketten ſchmachten, bis die Stadt Antiochien eine ſehr große Summe fuͤr ſeine Befreiung erlegt hatte, worauf er auch wieder in den Beſitz derſelben gelangte.

Waͤhrend ſeiner Gefangenſchaft hatte er das Ge⸗ luͤbde gemacht, daß er im Falle ſeiner Befreiung nach

Frankreich in die Kirche, wo die Gebeine des h. Leo⸗

nard ruhten, reiſen, ſilberne Ketten, wie er trug, opfern, und zugleich ſeine Landsleute zu einem Zuge gegen den treuloſen K. Alexius auffordern wollte. Bald erinnerte er ſich dieſes Verſprechens; er uͤber⸗ gab alſo dem Tanered die Herrſcheft uͤber Antiv⸗ chien, unter der Bedingung der Ruͤckgabe an ihn nach ſeiner Ruͤckkehr, oder an ſeinen rechtmaͤßigen Sohn im Falle ſeines Todes, und reiſte in Geſellſchaft des Ices B. Paläſtina. I. I. 3