Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſeine Nachfolger beerdigt wurden. Sein Leben hatte nicht laͤnger als 40 Jahre gedauert. Ritterlich erha⸗ ben war ſeine Tapferkoit, chriſtlich ſanft ſeine Tu⸗ gend. Kaum ein Jahr lang hatte er regiert, und un⸗ ausgebildet hinterließ er das Reich von Jeruſalem. Seine Feinde die Sarazenen bedauerten ſo ſehr als die Chriſten, ſeinen zu fruͤhen Tod. Als er ge⸗ fuͤhlt hatte, daß ſein Lebensende berannahte, rief er den Erzbiſchof Daimbert oder Dagbert aus Piſa, und den Patriarchen Arnul f nebſt den uͤbyigen Gro⸗ ßen ſeiner Umgebung vor ſich, und ſprach zu ihnen: Ich werde bald ſterben; berathet euch, wer nach mei⸗ nem Tode das Reich von Jeruſalem beherrſchen ſoll. Dieſe erwiederten ihm: ſie haͤtten volles Vertrauen, daß er den Wuͤrdigſten waͤhlen wuͤrde, welchem ſie ſich ohne Zweifel unbedingt unterwerfen koͤnnten. Kaum hatte er dann Balduin ausgeſprochen, ſo ſchwuren ſie dieſem einhaͤllig ihre treue Anhaͤnglich⸗ keit, weil er reich, freigebig, kriegserfahren, herab⸗ laſſend, edel, und wie von Natur zu dieſer erhabenen Stelle geſchaffen ſei. Tancered war eben auf einem Raubzuge, als er die Nachricht vom Tode des Koͤnigs Gottfried⸗ aber nicht von deſſen Nachfoiger erhielt; er begab ſich alſo ſogleich nach Jeruſalem, fand aber deſſen Thore verſchloſſen. Als er ſich daruͤber befremdet aͤuſ⸗ ſerte, wurde ihm die Wahl Balduins angezeigt und bedeutet, daß ihm die Thore geoͤffnet werden