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Heiligthuͤmer den zahlloſen Verehrern wieder gegeben, und der Beſitz derſelben als die hoͤchſte Gunſt des Himmels betrachtet. Sie zu erhalten, war des Koͤ⸗ nigs eifriges Beſtreben; Dugend und Weisheit leite⸗ ten ihn. In der Verſammlung von Fuͤrſten wurden weiſe Geſetze geſammelt, in Ordnung gebracht und ge⸗ nehmiget. Man nannte ſie Aſſites, oder Briefe des heil. Grabes, weil ſie in der Kirche des h. Gra⸗ bes niedergelegt wurden. Hierauf ging ein jeder Fuͤrſt wieder nach ſeinem Wohnſitze zuruͤck: Boamund nach Antiochien, Balduin nach Edeſſa, Raim und nach Laodizea, und Tanered nach TDiberias. Gott⸗ fried aber fand anf einem Zuge, welchen er dem Letz⸗ teren zu Hilfe machte, die Urſache ſeines Todes. Triumphirend kam der fromme Koͤuig von Damask, wo er den Emir zur Zinsbarkeit gezwungen hatte, nach Caͤſarea. Hier wurde er von einer heftigen Krank⸗ heit befallen. Der Emir dieſer Stadt kam ihm ent⸗ gegen, und bot ihm ein praͤchtiges Mahl an. Allein Gottfried geuoß nichts, als einen Cedernapfel, und wurde von toͤdtlicher Schwaͤche uͤberfallen. Zu Joppe begruͤßten ihn der Biſchof von Venedig und der Sohn des Dogen, welche mit einer ſtarken Flotte in dieſem Hafen eingelaufen waren. Unter ihrer Bedeckung wurde der Koͤnig Gottfried nach Jeruſalem ge⸗ bracht, wo ſich ſeine Krankheit taͤglich verſchlimmerte. Er ſtarb, den 18. des Heumonats 1100, und wurde in der Kirche des heil. Grabes beerdigt, wohin auch


